Spartipps Schweiz: So sparst du im Alltag Geld
- Flurin Bleisch
- vor 17 Stunden
- 9 Min. Lesezeit
Im Alltag kannst du viel Geld sparen, ohne deine Lebensqualität unnötig einzuschränken. Dafür musst du nicht jeden Kaffee, Restaurantbesuch oder Wochenendausflug infrage stellen. Die grössten Sparmöglichkeiten liegen meistens bei Ausgaben, die jeden Monat automatisch anfallen. Miete, Krankenkasse, Auto, Versicherungen, Steuern und laufende Verträge kosten über ein Jahr schnell mehrere zehntausend Franken. Wer diese Positionen optimiert, spart häufig deutlich mehr als mit zahlreichen kleinen Verzichtsübungen.

Das Wichtigste auf einen Blick
Beginne bei Wohnen, Krankenkasse, Mobilität, Versicherungen und Steuern. Dort liegt meist das grösste Sparpotenzial.
Wähle nicht automatisch das billigste Angebot, sondern das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für deine Bedürfnisse.
Kündige ungenutzte Abonnemente und Verträge.
Automatisiere dein Sparen direkt nach dem Lohneingang.
Spare nicht an Gesundheit, Sicherheit oder wichtigen Versicherungsrisiken.
Wie kann man in der Schweiz am besten Geld sparen?
Am besten sparst du, indem du zuerst deine wiederkehrenden Ausgaben überprüfst. Dazu gehören insbesondere Miete, Krankenkasse, Mobilität, Versicherungen, Steuern, Telefon, Internet und Einkäufe. Starte bei den höchsten Ausgaben und beschäftige dich erst danach mit kleineren Ausgaben. Wer an jedem Arbeitstag auf einen Kaffee für CHF 4 verzichtet, spart bei 220 Arbeitstagen rund CHF 880 pro Jahr. Das ist durchaus relevant. Eine unnötig teure Wohnung, ein kaum genutztes Auto oder eine unpassende Krankenkassenlösung kann aber ein Mehrfaches davon kosten.
1. Verschaffe dir zuerst einen ehrlichen Überblick
Bevor du Kosten senken kannst, musst du wissen, wohin dein Geld fliesst. Teile deine Ausgaben in drei Gruppen ein:
Fixkosten
Dazu gehören beispielsweise:
Miete und Nebenkosten
Krankenkasse
Versicherungen
Leasing und Kredite
Telefon und Internet
Abonnemente
Bank- und Kartenkosten
Notwendige variable Ausgaben
Dazu gehören:
Lebensmittel
öffentlicher Verkehr oder Treibstoff
Gesundheit
Kleidung
Haushaltsausgaben
Reparaturen
Freiwillige Ausgaben
Dazu zählen unter anderem:
Ferien
Restaurants
Freizeit
Shopping
Unterhaltung
Hobbys
2. Senke deine Wohnkosten
Wohnen ist für viele Haushalte der grösste Kostenblock. Entsprechend gross ist die Wirkung, wenn du hier sparst. Bedenke aber, dass Umzugskosten, ein längerer Arbeitsweg, weniger Platz oder ein schlechteres Wohnumfeld einen vermeintlichen finanziellen Vorteil relativieren können.
Prüfe, ob die Wohnung noch zu deiner Lebenssituation passt
Eine grössere Wohnung kann sinnvoll sein, wenn du Kinder hast oder häufig im Homeoffice arbeitest. Nach einer Trennung, dem Auszug der Kinder oder einem Stellenwechsel kann sich die Situation aber verändern. Vielleicht bezahlst du inzwischen für ein zusätzliches Zimmer, einen Parkplatz oder eine Lage, die dir kaum noch einen Mehrwert bietet. Eine monatlich CHF 300 günstigere Wohnung reduziert die Ausgaben um CHF 3’600 pro Jahr.
Vergleiche die gesamten Wohnkosten
Beurteile eine Wohnung nicht nur anhand der Nettomiete. Berücksichtige auch:
Nebenkosten
Heizung und Strom
Parkplatz oder Garage
Arbeitsweg
Steuerbelastung am Wohnort
Kinderbetreuung
Verkehrsanbindung
Kosten für ein zusätzlich benötigtes Auto
Prüfe eine mögliche Mietzinssenkung
Verändert sich der mietrechtliche Referenzzinssatz, kann je nach Ausgangslage eine Anpassung des Mietzinses möglich sein. Ob tatsächlich ein Anspruch besteht, hängt unter anderem vom Mietvertrag, dem bei Vertragsabschluss geltenden Referenzzinssatz, früheren Mietzinsänderungen, der Teuerung und allgemeinen Kostensteigerungen ab.
3. Vergleiche jedes Jahr deine Krankenkasse
Die obligatorische Grundversicherung deckt bei allen anerkannten Krankenkassen dieselben gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen. Unterschiede bestehen insbesondere bei Prämie, Versicherungsmodell, Service und administrativer Abwicklung.
Prüfe ein alternatives Versicherungsmodell
Hausarzt-, HMO- oder Telemedizinmodelle sind günstiger als das Standardmodell mit freier Arztwahl. Dafür musst du bestimmte Abläufe einhalten. Je nach Modell musst du dich bei gesundheitlichen Problemen zuerst an eine festgelegte Hausarztpraxis, ein Gesundheitszentrum oder eine telefonische Beratungsstelle wenden. Solche Modelle eignen sich, wenn du mit diesen Vorgaben gut leben kannst.
Wähle die Franchise nicht nur nach der Prämie
Eine höhere Franchise senkt die monatliche Prämie. Im Gegenzug trägst du einen grösseren Teil deiner Gesundheitskosten selbst. Die höchste Franchise ist deshalb nicht automatisch die günstigste Lösung. Sie ist nur dann sinnvoll, wenn du selten medizinische Leistungen benötigst und eine unerwartete Rechnung problemlos bezahlen kannst.
Prüfe die Unfalldeckung
Arbeitest du mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber, bist du über den Arbeitgeber gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. In diesem Fall kannst du die Unfalldeckung häufig aus der Grundversicherung ausschliessen.
Beantrage eine mögliche Prämienverbilligung
Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen haben Anspruch auf eine Prämienverbilligung. Die Voraussetzungen und Abläufe sind kantonal unterschiedlich.
4. Hinterfrage die Kosten deines Autos
Ein Auto kostet wesentlich mehr als nur Treibstoff. Zur vollständigen Rechnung gehören:
Wertverlust
Versicherung
Verkehrssteuer
Parkplatz
Wartung
Reparaturen
Reifen
Treibstoff oder Strom
Finanzierungskosten
Prüfe, ob du ein eigenes Auto brauchst
Ein Verzicht auf das Auto gehört zu den wirksamsten, aber auch einschneidendsten Spartipps.
Er ist besonders realistisch, wenn du:
in einer gut erschlossenen Region wohnst
einen kurzen Arbeitsweg hast
häufig im Homeoffice arbeitest
selten grössere Gegenstände transportierst
bei Bedarf Carsharing nutzen kannst
Auf dem Land, bei Schichtarbeit, mit kleinen Kindern, bei körperlichen Einschränkungen oder bei beruflicher Abhängigkeit kann ein Auto dagegen notwendig sein. Das Auto ist nicht grundsätzlich eine schlechte Ausgabe. Entscheidend ist, ob sein Nutzen die gesamten Kosten für dich rechtfertigt.
5. Überprüfe deine Versicherungen
Versicherungen sollen dich vor Risiken schützen, die du finanziell nicht selbst tragen könntest. Sie müssen aber nicht jeden kleinen Schaden abdecken.
Erstelle einmal jährlich eine Übersicht aller Policen und prüfe:
Besteht das versicherte Risiko noch?
Gibt es doppelte Deckungen?
Ist die Versicherungssumme realistisch?
Passt der Selbstbehalt?
Benötigst du sämtliche Zusatzbausteine?
Hat sich dein Haushalt verändert?
Ist der Prämienunterschied zwischen den Angeboten gerechtfertigt?
Kündige keine wichtige Deckung nur wegen der Prämie
Dass du eine Versicherung bisher nie gebraucht hast, bedeutet nicht automatisch, dass sie unnötig ist. Gerade Privathaftpflicht, Gebäudeversicherung oder eine angemessene Absicherung existenzieller Risiken können vor sehr hohen Schäden schützen.
Spare zuerst bei Doppelversicherungen, unnötigen Zusatzleistungen und überhöhten Versicherungssummen. Und nicht bei Risiken, die deine finanzielle Existenz gefährden könnten.
6. Senke die Kosten für Handy, Internet und Abonnemente
Telefon- und Internetverträge gehören zu den einfacheren Sparmöglichkeiten. Ein Wechsel verändert deinen Alltag oft kaum, kann die Fixkosten aber dauerhaft senken.
Prüfe deinen tatsächlichen Bedarf
Viele Haushalte bezahlen für:
mehr mobile Daten als benötigt
besonders hohe Internetgeschwindigkeiten
zusätzliche TV-Pakete
Roamingoptionen, die kaum genutzt werden
Gerätefinanzierungen über das Abo
mehrere parallele Streamingdienste
Für Videostreaming, Homeoffice und normale Haushaltsnutzung ist nicht automatisch die maximal verfügbare Internetgeschwindigkeit nötig.
Prüfe bei einem Wechsel:
Mindestlaufzeit
Kündigungsfrist
Aktivierungsgebühr
Routerkosten
Netzabdeckung
Roamingbedingungen
Aktionsdauer
Preis nach Ablauf der Aktion
Kündige vergessene Abonnemente
Streamingdienste, Apps, Software, Cloudspeicher, Zeitschriften und Mitgliedschaften wirken einzeln günstig. Einmal eingerichtet gehen sie gerne vergessen und werden nicht mehr regelmässig gebraucht. Vermeintlich kleine Beträge summieren sich im Laufe der Zeit. Kündige daher nicht benötigte Abos, um weitere Kosten zu vermeiden.
7. Vermeide unnötige Bank- und Kartenkosten
Kontoführungsgebühren, Kartenkosten, Fremdwährungszuschläge, Bargeldbezüge und Depotgebühren werden häufig unterschätzt.
Prüfe insbesondere:
Kontoführungsgebühren
Jahresgebühren für Debit- und Kreditkarten
Fremdwährungszuschläge
Wechselkursmargen
Kosten für Bargeldbezüge
Zahlungsgebühren im Ausland
Depotgebühren
Transaktionskosten
Kosten für Steuerdokumente
Gebühren für Papierrechnungen
Für einfache Bankgeschäfte ist es aus unserer Sicht selten sinnvoll, hohe laufende Gebühren zu bezahlen, wenn du die zusätzlichen Leistungen nicht nutzt. Das günstigste Konto passt aber nicht automatisch zu jeder Person. Filialberatung, Bargeldeinzahlungen, Hypotheken oder komplexere Bankgeschäfte können einen höheren Preis rechtfertigen.
Bezahle Kreditkartenrechnungen vollständig
Cashback, Bonuspunkte und Versicherungsleistungen sind wertlos, wenn du dafür hohe Zinsen oder Mahngebühren bezahlst. Bezahle Kreditkartenrechnungen möglichst vollständig und fristgerecht. Nutze die Teilzahlungsoption nicht für die Finanzierung deines Konsums.
Achte bei Zahlungen im Ausland auf die Währung
Bei Kartenzahlungen oder Bargeldbezügen im Ausland wirst du teilweise gefragt, ob die Belastung in Schweizer Franken oder in der lokalen Währung erfolgen soll. Eine Umrechnung durch das ausländische Terminal oder den Geldautomaten ist in den meisten Fällen deutlich teurer als eine Abrechnung in der Lokalwährung. Wähle daher immer die Lokalwährung, damit sich deine Bank beziehungsweise dein Kartenherausgeber um die Währungsumrechnung kümmert.
8. Spare bei Lebensmitteln, ohne schlecht zu essen
Bei Lebensmitteln besteht regelmässiges Sparpotenzial. Der Fokus sollte aber nicht darauf liegen, möglichst wenig für Ernährung auszugeben.
Wirksamer sind organisatorische Massnahmen:
Mahlzeiten grob planen
mit einer Einkaufsliste einkaufen
Vorräte vor dem Einkauf prüfen
Produkte vergleichen
Preis pro Kilogramm oder Liter beachten
Aktionen gezielt nutzen
Lebensmittel richtig lagern
nicht hungrig einkaufen
Vergleiche den Preis pro Einheit
Grosspackungen sind nicht automatisch günstiger. Vergleiche den Preis pro Kilogramm, Liter oder Stück. Eine grössere Packung spart nichts, wenn ein Teil davon verdirbt oder du wegen der vorhandenen Menge mehr konsumierst.
Nutze Aktionen nur für geplante Einkäufe
Ein Rabatt ist sinnvoll, wenn du das Produkt ohnehin kaufen würdest und es lagern kannst.
Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie viel spare ich gegenüber dem Normalpreis? Sondern: Hätte ich das Produkt ohne Rabatt ebenfalls gekauft?
9. Einkaufen im Ausland kann sich lohnen – aber nicht immer
Je nach Wohnort können Lebensmittel, Drogerieartikel, Kleidung oder Haushaltswaren im benachbarten Ausland günstiger sein.
Berücksichtige aber die gesamten Kosten:
Anfahrt
Treibstoff
Parkplatz
Zeitaufwand
Wechselkurs
Kartenkosten
Einfuhrbestimmungen
mögliche Spontankäufe
Wer in Grenznähe wohnt und grössere geplante Einkäufe erledigt, kann sparen. Eine lange Autofahrt wegen einiger günstiger Einzelprodukte lohnt sich dagegen häufig nicht. Informiere dich vor dem Einkauf über die aktuellen Einfuhr- und Freigrenzen. Zollbestimmungen können sich ändern und Verstösse können den vermeintlichen Preisvorteil zunichtemachen.
10. Nutze Steuern als langfristigen Sparhebel
Die Steuerbelastung hängt in der Schweiz unter anderem von Wohnort, Einkommen, Vermögen, Zivilstand, Konfession und persönlichen Abzügen ab.
Prüfe alle zulässigen Abzüge
Je nach persönlicher Situation können beispielsweise relevant sein:
Berufsauslagen
Weiterbildungskosten
Fremdbetreuungskosten
Schuldzinsen
Versicherungsabzüge
Beiträge an die Säule 3a
Krankheits- und Behinderungskosten
Spenden
Unterhaltskosten für Wohneigentum
Ziehe nicht allein wegen der Steuern um
Die Steuerbelastung kann sich zwischen Kantonen und Gemeinden deutlich unterscheiden.
Ein Umzug sollte trotzdem nie nur anhand der Steuern entschieden werden. Berücksichtige auch:
Miete
Arbeitsweg
Verkehrskosten
Kinderbetreuung
Krankenkassenprämie
Infrastruktur
soziales Umfeld
Lebensqualität
11. Nutze die Säule 3a bewusst
Ein Beitrag an die Säule 3a kann dein steuerbares Einkommen reduzieren. Wie gross die Steuerersparnis ausfällt, hängt insbesondere von deinem Einkommen, Wohnort und Grenzsteuersatz ab. Eine Einzahlung ist aber keine reine Sparmassnahme. Das Geld ist grundsätzlich bis zur Pensionierung oder bis zu einem gesetzlich vorgesehenen Vorbezugsgrund gebunden. Zahle deshalb nicht deine gesamte freie Liquidität in die Säule 3a ein, damit dir danach nicht das Geld für unerwartete Ausgaben fehlt. Ein ausreichend hoher Notgroschen ist wichtiger als eine maximale Steuerersparnis ohne finanzielle Reserve.
12. Verhandle deinen Lohn und deine Arbeitsbedingungen
Ausgaben lassen sich nicht unbegrenzt senken. Versuche daher, dein Einkommen zu erhöhen.
Mögliche Ansätze sind:
Lohnverhandlung
Stellenwechsel
Weiterbildung
höheres Arbeitspensum
zusätzliche Verantwortung
Nebenverdienst
bessere Pensionskassenleistungen
Beteiligung an ÖV, Verpflegung oder Weiterbildung
Vergleiche bei einem Stellenangebot nicht nur den Bruttolohn. Arbeitsweg, Homeoffice, Ferien, Pensionskasse, Bonus, Versicherungsleistungen und weitere Nebenleistungen gehören zur Gesamtvergütung und müssen unbedingt miteinbezogen werden.
13. Automatisiere dein Sparen
Was am Monatsende übrig bleibt, wird häufig ausgegeben. Überweise deshalb direkt nach dem Lohneingang einen festen Betrag auf ein separates Konto oder in eine langfristige Anlage.
Du kannst deine Sparbeträge beispielsweise aufteilen in:
Notgroschen
jährliche Rechnungen
Ferien
grössere Anschaffungen
langfristigen Vermögensaufbau
14. Baue einen Notgroschen auf
Ein Notgroschen verhindert, dass eine unerwartete Ausgabe zu Kreditkartenschulden, einem Konsumkredit oder einem ungünstigen Verkauf deiner Anlagen führt. Für viele Haushalte sind drei bis sechs Monate der notwendigen Ausgaben eine gute Orientierung. Je nach Lebenssituation kann eine höhere Reserve sinnvoll sein, beispielsweise wenn du:
selbstständig bist
allein für das Haushaltseinkommen sorgst
Kinder hast
Wohneigentum besitzt
auf ein Auto angewiesen bist
ein unregelmässiges Einkommen hast
Der Notgroschen sollte jederzeit verfügbar sein. Rendite ist hier zweitrangig. Seine Aufgabe besteht darin, finanzielle Überraschungen abzufedern.
15. Spare nicht an der falschen Stelle
Manche Sparmassnahmen können langfristig mehr kosten, als sie kurzfristig bringen.
Besondere Vorsicht ist angebracht bei:
notwendiger medizinischer Versorgung
Privathaftpflicht und existenziellen Versicherungsrisiken
Wartung von Auto und Wohneigentum
gesunder Ernährung
beruflicher Weiterbildung
Sicherheitsausrüstung
ausreichender Erholung
Notgroschen
Die beste Reihenfolge zum Geldsparen
Wer alle Ausgaben gleichzeitig optimieren möchte, verliert schnell die Motivation. Gehe stattdessen schrittweise vor.
Schritt 1: Transparenz schaffen
Analysiere deine Ausgaben über mindestens drei Monate und liste alle Fixkosten sowie jährlichen Rechnungen auf.
Schritt 2: Grosse Kostenblöcke prüfen
Beginne mit Wohnen, Krankenkasse, Mobilität, Versicherungen und Steuern.
Schritt 3: Verträge optimieren
Prüfe Handy, Internet, Bankkonten, Karten und Abonnemente.
Schritt 4: Alltagsausgaben verbessern
Plane Einkäufe, reduziere Lebensmittelverschwendung und vermeide spontane Käufe.
Schritt 5: Sparen automatisieren
Richte einen Dauerauftrag direkt nach dem Lohneingang ein.
Schritt 6: Einmal jährlich kontrollieren
Preise und Bedürfnisse verändern sich. Plane deshalb jedes Jahr einen festen Termin für deinen persönlichen Finanzcheck.
Fazit: Spare zuerst dort, wo es sich wirklich lohnt
Die besten Spartipps für die Schweiz beginnen nicht bei möglichst radikalem Verzicht. Sie beginnen bei den Kosten, die Monat für Monat automatisch von deinem Konto abgehen.
Prüfe zuerst Wohnen, Krankenkasse, Mobilität, Versicherungen, Steuern und laufende Verträge. Schon wenige sinnvolle Änderungen können über ein Jahr mehrere Tausend Franken einsparen. Danach kannst du Lebensmittel, Shopping, Freizeit und kleinere Alltagskosten optimieren. Auch dort besteht Sparpotenzial, aber der Aufwand sollte im Verhältnis zum Ergebnis stehen. Aus unserer Sicht ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger als der tiefste Preis. Eine Ausgabe ist nicht automatisch schlecht, nur weil sie hoch ist. Problematisch wird sie, wenn sie für dich keinen entsprechenden Nutzen bringt.
Das Ziel sollte deshalb nicht sein, möglichst wenig Geld auszugeben. Das Ziel ist, dein Geld bewusst für jene Dinge einzusetzen, die dir tatsächlich wichtig sind und bei allem anderen konsequent zu sparen.
FAQ
Wo kann man am meisten sparen?
Das grösste Sparpotenzial liegt für viele Haushalte bei Wohnen, Krankenkasse, Auto, Versicherungen und Steuern. Kleinere Alltagsausgaben sind ebenfalls relevant, sollten aber erst nach den grossen wiederkehrenden Kosten optimiert werden.
Sollte man wegen den Steuern umziehen?
Steuern sind nur ein Teil der Rechnung. Berücksichtige auch Miete, Arbeitsweg, Verkehr, Kinderbetreuung, Krankenkassenprämie und Lebensqualität. Ein steuerlich günstigerer Wohnort lohnt sich nur, wenn die gesamten Haushaltskosten sinken.
Welche Spartipps sollte man nicht befolgen?
Problematisch sind Spartipps, die Gesundheit, Sicherheit oder die finanzielle Stabilität gefährden. Dazu gehören das Aufschieben notwendiger Behandlungen, das Kündigen wichtiger Versicherungen oder das vollständige Investieren der Liquiditätsreserve.