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Wie viel Notgroschen braucht man in der Schweiz? So berechnest du deine finanzielle Reserve

Die Waschmaschine geht kaputt, das Auto muss in die Werkstatt oder nach einem Stellenverlust verdient man vorübergehend nichts. Solche Situationen lassen sich nicht vermeiden. Du kannst aber dafür sorgen, dass eine unerwartete Rechnung nicht sofort zum finanziellen Problem wird. Der Notgroschen ist eine jederzeit verfügbare Geldreserve für Notfälle. Wie hoch diese Reserve sein sollte, lässt sich jedoch nicht mit einer pauschalen Zahl beantworten. Drei Monatslöhne etwa können für eine Person unnötig viel und für eine andere deutlich zu wenig sein. Entscheidend sind die notwendigen Ausgaben und die finanziellen Risiken, die du selbst tragen musst.


Notgroschen Schweiz - Rettungsring um 5-Franken-Münze

Das Wichtigste auf einen Blick

Ein Notgroschen deckt die notwendigen Ausgaben in unvorhergesehenen Situationen. Denkbar ist etwa ein Stellenverlust, eine hohe Arztrechnung oder eine Reparatur am Eigenheim. Die Höhe des Notgroschens hängt von deiner tatsächlichen Lebenssituation ab.

Einen höheren Notgroschen brauchst du insbesondere dann, wenn du selbstständig bist, allein für das Haushaltseinkommen sorgst, Kinder hast, Wohneigentum besitzt oder auf ein Auto angewiesen bist. Der Notgroschen sollte auf einem Privat- oder Sparkonto liegen und jederzeit verfügbar sein.



Was ist ein Notgroschen?

Ein Notgroschen ist Geld, das du bewusst für unerwartete und notwendige Ausgaben zurücklegst. Er soll verhindern, dass du bei einer finanziellen Überraschung dein Anlageportfolio verkaufen, einen Konsumkredit aufnehmen oder eine Kreditkartenrechnung in Raten abzahlen musst. Der Notgroschen soll verhindern, dass eine unerwartete Ausgabe zu ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten führt.


Typische Notfälle sind:

  • eine dringende Zahnbehandlung

  • eine Autoreparatur

  • eine hohe Tierarztrechnung

  • ein kurzfristiger Umzug

  • ein Einkommensausfall

  • eine unerwartete Rechnung

  • eine Reparatur am Wohneigentum


Der Notgroschen ist dagegen nicht für Ferien, ein neues Smartphone, Weihnachtsgeschenke oder anfallende Steuern bestimmt. Solche Ausgaben sind vorhersehbar und sollten aus dem laufenden Einkommen finanziert werden.



Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Als grobe Orientierung kannst du die notwendigen Ausgaben für die Zeit von drei bis sechs Monaten nehmen. Massgebend ist der Betrag, den du jeden Monat zwingend benötigst.


Dazu gehören:

  • Miete oder Hypothek

  • Krankenkassenprämien

  • Lebensmittel

  • Strom und Nebenkosten

  • Versicherungen

  • Mobilität

  • Kinderbetreuung

  • laufende Kredit- oder Leasingverpflichtungen

  • weitere unvermeidbare Rechnungen


Ausgaben für Restaurants, Shopping, Streaming-Abos, Ferien oder Freizeitaktivitäten kannst du im Notfall reduzieren oder vorübergehend ganz streichen.


Beispiel

Angenommen, du gibst monatlich CHF 5’500 aus. Davon sind aber nur CHF 3’500 wirklich notwendig.


Dann ergibt sich folgende Orientierung:

Reserve

Berechnung

Notgroschen

3 Monate

CHF 3’500 × 3

CHF 10’500

4 Monate

CHF 3’500 × 4

CHF 14’000

6 Monate

CHF 3’500 × 6

CHF 21’000

Dein Notgroschen müsste in diesem Beispiel also nicht zwingend drei bis sechs vollständige Monatslöhne umfassen. Ein sinnvoller Notgroschen könnte vielmehr ein Betrag zwischen CHF 10’500 und CHF 21’000 sein.



Unsere Empfehlung: Nicht mit dem Lohn, sondern mit Risiken rechnen

Die bekannte Regel von drei bis sechs Monatslöhnen ist einfach, aber ungenau. Eine Person mit einem Nettolohn von CHF 8’000 und tiefen Fixkosten braucht möglicherweise keinen Notgroschen von CHF 48’000. Umgekehrt kann ein Haushalt mit einem tieferen Einkommen, Kindern, Auto und Wohneigentum eine verhältnismässig grosse Reserve benötigen.


Aus unserer Sicht ist deshalb folgende Berechnung sinnvoll:

Notgroschen = notwendige Monatsausgaben × Überbrückungsdauer + ausserordentliche Risiken


Die Überbrückungsdauer hängt davon ab, wie sicher dein Einkommen ist. Wenn du beim Bund, Kanton oder einer Gemeinde angestellt bist, ist deine Einkommenssituation deutlich sicherer als wenn du selbstständig bist. Die ausserordentlichen Risiken ergeben sich aus deiner persönlichen Lebenssituation.



So berechnest du deinen Notgroschen


1. Notwendige Monatsausgaben bestimmen

Schau dir die Ausgaben der vergangenen drei bis sechs Monate an und trenne sie in zwei Gruppen:

  • zwingend notwendige Ausgaben

  • freiwillige oder reduzierbare Ausgaben


Rechne dabei realistisch. Auch in einer finanziell schwierigen Situation brauchst du weiterhin Geld für Lebensmittel, Mobilität und kleinere unvorhergesehene Ausgaben.


2. Passende Anzahl Monate festlegen

Als Ausgangspunkt kannst du dich an folgender Einordnung orientieren:

Situation

Vorgeschlagene Reserve

Sicheres Einkommen, tiefe Fixkosten, zwei Einkommen

2 bis 3 Monatsausgaben

Angestellte Person mit durchschnittlichen Verpflichtungen

3 bis 4 Monatsausgaben

Familie oder Alleinverdiener

4 bis 6 Monatsausgaben

Selbstständige oder schwankendes Einkommen

6 bis 12 Monatsausgaben

Wohneigentum mit möglichem Reparaturbedarf

zusätzliche Reserve einplanen

Diese Werte sind keine verbindlichen Vorgaben. Sie zeigen lediglich, wie stark die persönliche Situation den benötigten Betrag beeinflusst.


3. Einmalige Risiken ergänzen

Neben dem möglichen Einkommensausfall solltest du auch grössere Einzelrisiken berücksichtigen. Wer beispielsweise ein älteres Auto besitzt und darauf angewiesen ist, sollte zusätzlich Geld für eine grössere Reparatur oder ein neues Auto zurücklegen. Bei Wohneigentum können eine defekte Heizung, ein undichtes Dach oder alte Wasser- und Stromleitungen für hohe Kosten sorgen. Auch eine hohe Krankenkassenfranchise sollte in die Überlegungen einfliessen. Wer eine Franchise von CHF 2’500 gewählt hat, sollte diesen Betrag jederzeit auf der Seite haben.



Wie viel Notgroschen braucht ein Single?

Ein Single trägt die finanziellen Verpflichtungen in der Regel allein. Fällt das Einkommen aus, gibt es kein zweites Haushaltseinkommen, das Miete und andere Fixkosten auffängt. Deshalb ist eine Reserve von drei bis sechs Monatsausgaben sinnvoll. Bei notwendigen Ausgaben von CHF 3’000 pro Monat entspricht dies etwa CHF 9’000 bis CHF 18’000. Ein tieferer Betrag kann genügen, wenn du sehr sichere Einkommensverhältnisse, geringe Fixkosten oder familiäre Unterstützung hast. Mehr Reserve ist sinnvoll, wenn du hohe Verpflichtungen hast oder beruflich mit längeren Unterbrüchen rechnen musst.



Wie viel Notgroschen braucht ein Paar?

Bei einem Paar ist entscheidend, ob beide Personen ein Einkommen erzielen. Mit zwei stabilen Einkommen ist das Risiko geringer, dass der gesamte Haushalt plötzlich ohne Einnahmen dasteht. Zwei bis vier Monate der notwendigen Haushaltsausgaben sind deshalb bereits eine solide Reserve. Anders sieht es bei einem Alleinverdiener-Haushalt aus. Fällt das einzige Einkommen aus, betrifft das sofort den gesamten Haushalt. In diesem Fall sind eher vier bis sechs Monatsausgaben angemessen. Wichtig ist zudem, wem die Reserve gehört. Bei unverheirateten Paaren sollte klar geregelt sein, welcher Anteil gemeinsam ist und welcher Anteil persönlich bleibt.



Wie viel Notgroschen braucht eine Familie?

Familien haben häufig höhere und weniger flexible Ausgaben. Miete, Krankenkassenprämien, Kinderbetreuung, Lebensmittel und Mobilität lassen sich bei einem Einkommensausfall nur begrenzt reduzieren. Eine Reserve von vier bis sechs notwendigen Monatsausgaben ist deshalb vernünftig. Bei nur einem Einkommen, unsicherer Erwerbssituation oder hohen Betreuungskosten kann auch ein grösserer Puffer sinnvoll sein.


Ein Beispiel:

Position

Monatlicher Betrag

Wohnen und Nebenkosten

CHF 2’500

Krankenkasse

CHF 1’100

Lebensmittel

CHF 1’200

Mobilität

CHF 500

Versicherungen und weitere Fixkosten

CHF 700

Notwendige Ausgaben

CHF 6’000

Vier bis sechs Monatsausgaben entsprechen in diesem Fall CHF 24’000 bis CHF 36’000.

Das wirkt zunächst nach viel Geld. Um einen längeren Einkommensausfall zu überbrücken, braucht es jedoch einen so hohen Notgroschen.



Wie viel Reserve brauchen Selbstständige?

Selbstständige sollten ihren Notgroschen meist grosszügiger bemessen als Angestellte.

Ihr Einkommen kann schwanken, Kunden können Rechnungen verspätet bezahlen und Aufträge können kurzfristig wegfallen. Zudem erhalten sie keine Leistungen von der Arbeitslosenversicherung. Für Selbstständige ist daher ein Notgroschen für sechs bis zwölf Monate der notwendigen privaten Ausgaben angemessen.




Arbeitslosigkeit: Weshalb trotz Versicherung eine Reserve nötig ist

Angestellte Personen sind in der Schweiz grundsätzlich gegen Arbeitslosigkeit versichert. Die Entschädigung entspricht normalerweise 70 Prozent des versicherten Lohns. Die Arbeitslosenentschädigung ersetzt den bisherigen Lohn somit nicht vollständig. Zudem können zwischen Stellenverlust, Anmeldung, Abklärung und erster Auszahlung finanzielle Lücken entstehen. Der Notgroschen sollte daher ausreichen, um die Differenz zwischen reduziertem Arbeitslosentaggeld und den notwendigen Ausgaben aufzufangen.



Wie viel Notgroschen braucht man mit Wohneigentum?

Wohneigentümer tragen Risiken, die Mieter nicht oder nur indirekt betreffen. Eine defekte Heizung, ein Wasserschaden oder eine dringende Reparatur kann schnell mehrere Tausend Franken kosten. Aus unserer Sicht ist es deshalb sinnvoll, zwischen einer persönlichen Reserve und einer Unterhaltsreserve für die Immobilie zu unterscheiden. Die Höhe der Unterhaltsreserve hängt von Alter, Zustand und Wert des Gebäudes ab.



Wie hoch ist unser eigener Notgroschen?

Wir halten selbst ungefähr CHF 20’000 bis CHF 30’000 als finanzielle Reserve. Das Geld liegt verteilt auf zwei Privatkonten und wird nicht investiert. Bisher mussten wir den Notgroschen noch nie für einen echten Notfall verwenden. Trotzdem erfüllt er seinen Zweck: Wir wissen, dass unerwartete Ausgaben oder ein vorübergehender Einkommensausfall nicht sofort den Verkauf von Anlagen oder die Aufnahme eines Kredits erzwingen würden. Der Betrag ist keine allgemeine Empfehlung. Er passt zu unserer persönlichen Situation und kann für andere Haushalte zu hoch oder zu tief sein. Der richtige Notgroschen ist nicht der Betrag, den eine allgemeine Faustregel vorgibt. Es ist der Betrag, der deine eigenen finanziellen Risiken ausreichend abdeckt.



Wo sollte man den Notgroschen aufbewahren?

Ein Notgroschen sollte jederzeit schnell verfügbar sein, damit du im Notfall direkt darauf zugreifen kannst. Geeignet sind deshalb vor allem ein Privatkonto oder ein Sparkonto mit ausreichend flexiblen Rückzugsmöglichkeiten. Ein Sparkonto kann etwas Zins bringen. Du solltest aber prüfen, ob Rückzugslimiten oder Kündigungsfristen gelten. Guthaben bei einer Schweizer Bank sind im Konkursfall bis CHF 100’000 pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt.



Weshalb der Notgroschen nicht investiert werden sollte

Aktien und ETFs eignen sich gut für den langfristigen Vermögensaufbau. Für den Notgroschen sind sie ungeeignet. Denn ein Notfall richtet sich nicht nach der Börse. Bei einem Notfall zur falschen Zeit bist du möglicherweise gezwungen, Anlagen mit Verlust zu verkaufen. Beim Notgroschen steht nicht die Rendite im Vordergrund, sondern Verfügbarkeit und Stabilität. Der entgangene Ertrag ist der Preis für diese Sicherheit.



Zählt die Kreditkartenlimite als Notgroschen?

Nein. Eine Kreditkartenlimite ist geliehenes Geld und keine eigene Reserve. Da für den geliehenen Betrag hohe Zinsen anfallen, kann daraus ein längerfristiges Schuldenproblem werden. Eine Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion oder ein Konsumkredit ersetzt den Notgroschen nicht.



Erst Schulden zurückzahlen oder Notgroschen aufbauen?

Hoch verzinste Schulden solltest du grundsätzlich möglichst schnell zurückzahlen. Das gilt insbesondere für Kreditkartenschulden, Kontoüberzüge und Konsumkredite. Es kann trotzdem sinnvoll sein, zunächst eine kleine Grundreserve aufzubauen. Ohne jeden Puffer führt bereits die nächste unerwartete Rechnung dazu, dass du erneut Schulden aufnehmen musst.


Ein möglicher Ablauf ist:

  1. Kleine Reserve von beispielsweise CHF 1’000 bis CHF 3’000 aufbauen.

  2. Teure Schulden konsequent zurückzahlen.

  3. Danach den vollständigen Notgroschen ansparen.


Bei Überschuldung oder wiederkehrenden Zahlungsschwierigkeiten solltest du dich an eine Budget- oder Schuldenberatungsstelle wenden, um die Schuldenproblematik mit professioneller Hilfe anzugehen.



Wie baut man einen Notgroschen auf?

Ein grosser Zielbetrag kann zunächst abschreckend wirken. Entscheidend ist, schrittweise vorzugehen.


Mit einer ersten Sicherheitsstufe beginnen

Das erste Ziel muss nicht sofort CHF 20’000 betragen. Eine Reserve von CHF 2’000 oder CHF 3’000 kann bereits viele kleinere Notfälle auffangen.


Danach kannst du den Betrag schrittweise erhöhen:

Stufe

Ziel

Erste Reserve

CHF 1’000 bis CHF 3’000

Kleine Notfallreserve

eine notwendige Monatsausgabe

Solider Notgroschen

drei notwendige Monatsausgaben

Erweiterte Absicherung

vier bis sechs Monatsausgaben


Dauerauftrag einrichten

Überweise direkt nach dem Lohneingang einen festen Betrag auf das Reservekonto. So sparst du nicht nur das, was am Monatsende zufällig übrig bleibt.


Bei CHF 500 pro Monat erreichst du:

  • CHF 3’000 nach sechs Monaten

  • CHF 6’000 nach einem Jahr

  • CHF 12’000 nach zwei Jahren



Notgroschen getrennt führen

Ein separates Konto verhindert, dass du die Reserve im Alltag unbemerkt ausgibst.

Das Konto sollte zwar leicht zugänglich sein, aber nicht unbedingt mit deiner täglich verwendeten Debitkarte verbunden sein. Eine gewisse psychologische Distanz kann helfen, das Geld tatsächlich nur für Notfälle zu verwenden.



Wann darf man den Notgroschen verwenden?

Eine Ausgabe gehört aus unserer Sicht dann zum Notgroschen, wenn sie drei Kriterien erfüllt:

  1. Sie war nicht vorhersehbar.

  2. Sie ist notwendig oder dringend.

  3. Sie kann nicht ohne grössere Nachteile aufgeschoben werden.


Eine dringend benötigte Zahnbehandlung erfüllt diese Kriterien. Ein neues Smartphone nicht.

Bei Unsicherheit hilft folgende Frage: Würde ich diese Ausgabe auch dann tätigen, wenn ich dafür einen teuren Kredit aufnehmen müsste? Lautet die Antwort Nein, handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Notfall.



Kann der Notgroschen zu hoch sein?

Ja. Ein sehr grosser Betrag auf unverzinsten Konten verliert langfristig durch die Inflation an Kaufkraft. Wer deutlich mehr liquide Mittel hält, als für realistische Notfälle nötig sind, verzichtet auf langfristige Anlageerträge. Sobald deine angemessene Zielreserve erreicht ist, kannst du zusätzliches Geld je nach Zeithorizont für andere Ziele verwenden, wie etwa:

  • Säule 3a

  • langfristiges ETF-Portfolio

  • Amortisation einer Hypothek

  • Weiterbildung

  • grössere geplante Anschaffungen



Vorteile und Nachteile eines grossen Notgroschens

Vorteile

Nachteile

Unerwartete Rechnungen können direkt bezahlt werden.

Das Geld erzielt meist keine Rendite.

Ein Einkommensausfall führt nicht sofort zu finanzieller Not.

Durch Inflation verliert der Notgroschen langfristig an Kaufkraft.

Anlagen müssen nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkauft werden.

Eine übertriebene Reserve kann den Vermögensaufbau bremsen.

Die finanzielle Sicherheit kann Stress reduzieren.

Zu viel leicht verfügbares Geld kann zum Ausgeben verleiten.



Fazit: Der richtige Notgroschen hängt von den Umständen ab

Für viele Haushalte sind drei bis sechs Monate der notwendigen Ausgaben eine sinnvolle Orientierung. Eine feste Regel für alle gibt es aber nicht. Ein Paar mit zwei sicheren Einkommen und tiefen Fixkosten braucht weniger Reserve als ein selbstständiger Alleinverdiener mit Familie, Wohneigentum und Auto. Berechne deshalb zuerst die notwendigen Monatsausgaben. Überlege anschliessend, wie lange du einen Einkommensausfall überbrücken musst und welche zusätzlichen Risiken du selbst tragen musst. Der Notgroschen sollte jederzeit verfügbar und nicht investiert sein.

FAQ

Wieviel Notgroschen sollte man haben?

Für viele Haushalte sind drei bis sechs Monate der notwendigen Ausgaben eine sinnvolle Orientierung. Entscheidend sind aber deine Einkommenssicherheit, deine Fixkosten und persönliche Risiken wie Kinder, Wohneigentum, Selbstständigkeit oder ein benötigtes Auto.

Nein. Sinnvoller ist es, mit den notwendigen Monatsausgaben zu rechnen. Dazu gehören beispielsweise Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Versicherungen und Mobilität. Freiwillige Ausgaben für Ferien, Shopping oder Restaurants kannst du im Notfall reduzieren.

Mit der Formel: Notgroschen = notwendige Monatsausgaben × Überbrückungsdauer + zusätzliche Risiken. Zu den zusätzlichen Risiken zählen beispielsweise eine hohe Krankenkassenfranchise, ein älteres Auto oder mögliche Reparaturen am Wohneigentum.

Der Notgroschen sollte auf einem Privatkonto oder einem flexiblen Sparkonto liegen. Wichtig ist, dass das Geld jederzeit verfügbar ist und keine langen Kündigungsfristen oder einschränkenden Rückzugslimiten gelten.

Ja. Ein sehr grosser Betrag auf einem kaum verzinsten Konto verliert langfristig durch die Inflation an Kaufkraft. Sobald deine angemessene Reserve erreicht ist, kannst du zusätzliches Geld für langfristige Ziele wie die Säule 3a oder ein ETF-Portfolio einsetzen.



 
 
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