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Ausländische Broker vs. Schweizer Broker: Was lohnt sich für Anleger in der Schweiz?

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Bei diversen ausländischen Brokern wie DEGIRO, eToro oder Interactive Brokers kann man auch als Anleger aus der Schweiz Kunde sein. Oftmals werben diese ausländischen Broker mit sehr tiefen Gebühren. Wir sagen dir, ob ausländische Broker für Anleger in der Schweiz eine gute Wahl sind.


Ausländische Broker vs. Schweizer Broker: Vergleich


Inhaltsverzeichnis

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Ausländische Online-Broker: Lohnen sich Broker wie DEGIRO, eToro & Interactive Brokers für Schweizer Anleger?


Immer mehr Privatanleger setzen auf Online-Broker, um Wertschriften günstig zu handeln oder in ETFs zu investieren. Dabei rücken auch ausländische Anbieter wie DEGIRO, eToro oder Interactive Brokers in den Fokus. Sie werben mit tiefen Gebühren, modernen Apps und einer grossen Auswahl an Anlageprodukten.


Doch sind diese Anbieter wirklich eine gute Wahl für Schweizer Kunden oder empfiehlt sich dennoch die Nutzung eines Schweizer Brokers? Wir werfen einen kritischen Blick auf die wichtigsten Vor- und Nachteile von ausländischen Brokern.



Ausländische Broker für Schweizer Anleger: Die wichtigsten Vorteile im Überblick


Handelsgebühren

Der Hauptgrund, weshalb Anleger in der Schweiz ausländischer Anbieter in Betracht ziehen, sind die attraktiven Handelskosten. Bei DEGIRO oder Interactive Brokers können Aktien und ETFs für geringe Gebühren gehandelt werden. Die Gebühren variieren je nach Anbieter und Börse. Ausländische Broker sind jedoch nicht immer attraktiver als Schweizer Broker. Schweizer Online-Broker, wie beispielsweise die Saxo Bank Schweiz, bieten ebenfalls sehr attraktive Gebühren. Du musst also genau berechnen, bei welchem Anbieter mit deinen persönlichen Handelsaktivitäten die geringsten Gebühren anfallen.


Stempelsteuer

Im Gegensatz zu Schweizer Brokern müssen ausländische Broker keine Umsatzsabgabe erheben und an die Eidgenössische Steuerverwaltung abliefern. Die Umsatzabgabe wird auf alle Käufe und Verkäufe von in- und ausländischen Wertpapieren bei inländischen Brokern erhoben. Die Abgabe beträgt 0.15% für inländische Wertpapiere bzw. 0.3% für ausländische Wertpapiere. Wenn du deine Wertschriften bei einem ausländischen Broker handelst, sparst du dir diese Kosten.


Moderne Apps und Benutzeroberflächen

Ausländische Broker wie DEGIRO, eToro oder Interactive Brokers punkten mit modernen Apps und Funktionen. Doch auch Schweizer Online-Broker haben in diesem Bereich massiv aufgeholt und bieten übersichtliche Handelsplattformen und zahlreiche nützliche Funktionen wie etwa automatisierte Sparpläne.



Nachteile von ausländischen Brokern: Worauf sich Schweizer Anleger achten sollten


Währungsrisiken & Umrechnungsgebühren

Viele ausländische Broker führen nur EUR- oder USD-Konten. Als Schweizer Kunde musst du dein Geld also zuerst in Euro oder Dollar tauschen – was mit teils hohen Wechselkursaufschlägen verbunden ist. Zudem unterliegst du so einem Währungsrisiko: Wenn der Schweizer Franken weiter aufwertet, verlieren deine Guthaben in Dollar oder Euro an Wert.


Steuerdokumente nicht kompatibel

Die Steuerreportings ausländischer Broker sind nicht auf die Schweizer Steuererklärung abgestimmt. Du musst sämtliche Positionen manuell erfassen, das ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Mit einem E-Steuerauszug eines Schweizer Brokers werden sämtliche Positionen und Transaktionen automatisch ins Wertschriftenverzeichnis übernommen.


Rechtliche & regulatorische Risiken

Als Anleger bei einem ausländischen Broker unterliegst du ausländischem Recht. Bei Streitigkeiten, Insolvenzen oder Betrugsfällen kann die Durchsetzung der Ansprüche aus der Schweiz schwierig und mit hohen Kosten verbunden sein. Zwar gibt es auch in zahlreichen anderen Staaten eine gesetzliche Einlagensicherung – diese bieten jedoch teilweise ein schwächeres Schutzniveau.



Vorteile von Schweizer Brokern


Schweizer Regulierung & Rechtssicherheit

Ein Depot bei einem Schweizer Broker untersteht Schweizer Recht und somit der Kontrolle durch die FINMA – dies sorgt für für Transparenz, Vertrauen und Rechtssicherheit. Der Konkurs der FlowBank hat gezeigt, dass die Sicherung der Kundenvermögen im Konkursfall funktioniert. Die Wertschriften wurden auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen und Cashguthaben ausbezahlt. Cashguthaben bis CHF 100'000 sind zudem durch das System der Einlagesicherung abgesichert.


Kontoführung in CHF & E-Steuerauszug

Bei Schweizer Brokern erfolgt die Depotführung in Schweizer Franken. Beim Handel von Wertschriften in CHF muss somit keine Währungsumrechnung vorgenommen werden. Beim Handel von Wertschriften in Fremdwährungen erfolgt entweder eine automatische Währungsumrechnung oder es können je nach Anbieter auch Fremdwährungen einbezahlt werden.


Mittlerweile stellen alle Schweizer Online-Broker ihren Kunden E-Steuerauszüge zur Verfügung. Damit können alle Positionen und Transaktionen direkt automatisiert in die Steuererklärung übertragen werden. Das mühsame Ausfüllen des Wertschriftenverzeichnises entfällt somit.


Persönlicher Kundensupport in der Schweiz

Ausländische Anbieter bieten teilweise keinen Support auf Deutsch und haben keinen physischen Sitz in der Schweiz. Bei Schweizer Brokern erhältst du den Support hingegen garantiert in einer Landessprache. Dies ist bei komplexen Problemen besonders nützlich.



Fazit: Für Schweizer Anleger ist ein Schweizer Broker meist die bessere Wahl


Das Argument, dass ausländische Broker grundsätzlich günstiger sind, gilt heute nicht mehr. Auch in der Schweiz gibt es mittlerweile Anbieter mit sehr tiefen Gebühren – etwa die Saxo Bank Schweiz. Saxo ermöglicht sogar kostenlose ETF-Sparpläne, verzichtet auf Depotgebühren, bietet günstige Trading-Gebühren, tiefe Währungswechselkosten und stellt einen kostenlosen E-Steuerauszug zur Verfügung. Doch der Preis ist nicht alles: Schweizer Online-Broker bieten entscheidende Vorteile für Anleger mit Wohnsitz in der Schweiz. Dazu zählen eine höhere Rechtssicherheit, die Einlagensicherung nach Schweizer Recht, keine Währungsumrechnungen bei Zahlungen in Schweizer Franken sowie die Verfügbarkeit von kompatiblen Steuerauszügen. Zudem bieten gewisse Anbieter wie z.B. Swissquote einen weiteren Pluspunkt: Auf Wunsch ist ein Eintrag ins Aktienregister möglich – ein Service, den internationale Broker nicht bieten.


Wer also in der Schweiz wohnt und regelmässig investiert, sollte nicht nur auf die Gebühren achten, sondern auch auf Steuerkompatibilität, Sicherheit und Zusatzleistungen wie den Aktienregistereintrag. Eine Übersicht der besten Schweizer Broker findest du in unserem Online-Broker Vergleich Schweiz. Wer lieber automatisiert mit ETF-Sparplänen spart – wie es beispielsweise in Deutschland schon lange verbreitet ist – kann die besten Angebote der Schweiz mit unserem ETF-Sparplan Vergleich erkunden.



FAQ

Was sind ausländische Online-Broker?

Ausländische Online-Broker sind Anbieter mit Sitz ausserhalb der Schweiz, zum Beispiel DEGIRO, eToro oder Interactive Brokers. Schweizer Anleger können dort Wertschriften handeln, unterliegen aber nicht dem Schweizer Bankrecht.

Spart man mit ausländischen Brokern Gebühren?

Ausländische Broker wirken auf den ersten Blick attraktiv, weil sie oft mit sehr tiefen Handelsgebühren, modernen Apps, einer grossen Produktauswahl und internationalem Börsenzugang werben.


In der Praxis spart man jedoch nicht immer Geld. Zwar sind die Transaktionskosten häufig tiefer, doch auch Schweizer Broker wie die Saxo Bank Schweiz bieten mittlerweile sehr günstige Konditionen. Zudem entstehen bei ausländischen Brokern oft zusätzliche Kosten durch Währungsumrechnungen und das Währungsrisiko.

Sind meine Vermögenswerte bei ausländischen Brokern sicher?

Als Anleger bei einem ausländischen Broker unterstehst du ausländischem Recht. Bei Streitfällen, Insolvenzen oder Betrugsfällen kann die Durchsetzung deiner Ansprüche aus der Schweiz schwieriger und mit höheren Kosten verbunden sein.


Zwar verfügen viele Länder ebenfalls über Einlagensicherungssysteme, diese sind jedoch nicht immer mit dem Schweizer Schutz vergleichbar. Je nach Sitzstaat des Brokers kann das Schutzniveau tiefer sein als bei der Schweizer Einlagensicherung.






 
 
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