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Trinkgeld in der Schweiz: Wie viel ist üblich?

Du bist im Restaurant und bekommst die Rechnung – nun stellt sich die Frage: Trinkgeld ja oder nein? Hier erfährst du, wie viel Trinkgeld üblich ist, ob du überhaupt etwas geben musst und worauf du dich beim Bezahlen achten solltest.




Muss man in der Schweiz Trinkgeld geben?


Nein, du bist nicht verpflichtet Trinkgeld zu geben. In der Schweiz ist Trinkgeld freiwillig. Du musst nur bezahlen, was auf der Rechnung steht. Dennoch steht es dir natürlich frei, dich bei gutem Service mit einem Trinkgeld zu bedanken – sei es im Restaurant oder Hotel, beim Coiffeure oder im Taxi.



Warum ist Trinkgeld in der Schweiz wichtig?


In zahlreichen Dienstleistungsberufen sind die Löhne verhältnismässig tief. Ein Trinkgeld ist daher für viele Angestellte ein brauchbarer Zustupf zum niedrigen Lohn. Gerade in Berufen mit direktem Kundenkontakt kann Trinkgeld auch eine Form von Wertschätzung sein. Wer freundlich bedient wurde, eine gute Beratung erhalten hat oder mit dem Service besonders zufrieden war, kann dies mit einem Trinkgeld zeigen.



Wie viel Trinkgeld ist in der Schweiz üblich?


Im Restaurant sind 5 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags ein guter Richtwert. Es ist aber nicht nötig, den Betrag genau auszurechnen. Viele Gäste runden einfach auf einen passenden Betrag auf. Bei einem längeren Abendessen mit gutem Service darf das Trinkgeld entsprechend höher ausfallen. War der Service hingegen unaufmerksam, unfreundlich oder enttäuschend, ist es völlig in Ordnung kein Trinkgeld zu geben.


Bei nachfolgenden Dienstleistungen kannst dich an diesen Trinkgeldbeträgen orientieren:

  • Café oder Bar: 5 bis 10 Prozent des Konsumationsbetrags

  • Taxi/Uber: 5 bis 10 Prozent des Fahrpreises

  • Lieferdienst: CHF 2 bis 5 pro Lieferung

  • Coiffeur: 5 bis 10 Prozent des Dienstleistungspreises

  • Hotel: CHF 2 bis 5 pro Tag für den Zimmerservice

  • Handwerker: CHF 5 bis 10 pro Arbeitstag


Der Einfachheit halber kannst du auch auf den nächsten runden Betrag aufrunden, sofern der Trinkgeldbetrag dann nicht zu niedrig ist.



Wie kannst du Trinkgeld geben?


Trinkgeld in bar

Am einfachsten ist es, wenn du der Person das Trinkgeld in bar überreichst. Der Vorteil von Bargeld: Du siehst, dass das Trinkgeld beim Personal ankommt. Wenn es ein Trinkgeld-Kässeli gibt, kannst du dein Kleingeld auch dort einwerfen.


Trinkgeld mit Karte

Wenn du mit der Karte bezahlst, gehst du wie folgt vor:

  • Nenne direkt einen höheren Betrag, wenn dir der Rechnungsbetrag genannt wird.

  • Falls dir das Kartenterminal hingehalten wird, kannst du den Trinkgeldbetrag oftmals selbst eingeben oder einen vorgeschlagenen Trinkgeldbetrag in Prozent wählen. Achte genau auf den Display, damit du nicht versehentlich deinen PIN als Trinkgeld eingibst.



Was tun, wenn du kein Trinkgeld geben willst?


Bei Barzahlung kannst du ohne Scham auf das Trinkgeld verzichten, denn Trinkgeld ist völlig freiwillig – du musst nichts geben, wenn du nicht willst. Bei Kartenzahlung musst du vorsichtig sein: Manche Kartenterminals erfordern es, die Trinkgeldoption aktiv zu überspringen. Drücke in dem Fall nicht einfach auf „OK“, sondern achte dich darauf, dass du „Überspringen“, „0 %“ oder „Kein Trinkgeld“ auswählst.



Wer bekommt dein Trinkgeld?


Zur Frage, wie das Trinkgeld verteilt wird, gibt es keine allgemeingültige Regel. In vielen Restaurants wird das Trinkgeld unter allen Mitarbeitenden aufgeteilt, damit auch Personal ohne Kundenkontakt einen Teil des Trinkgelds erhält. Wenn du genau wissen möchtest, wie das Trinkgeld verteilt wird, kannst du dies beim Personal in Erfahrung bringen.



Wurde Trinkgeld in der Schweiz nicht abgeschafft?


Seit dem Jahr 1974 ist der Service in den Preisen der Gastronomie inbegriffen. Das Servicepersonal erhält unabhängig von allfälligem Trinkgeld einen Lohn für die geleistete Arbeit. Es gibt somit keine Pflicht, jemandem für die geleistete Arbeit ein Trinkgeld zu geben. Trotzdem ist es eine willkommene Wertschätzung, wenn du guten Service mit einem Trinkgeld honorierst.



Fazit: Trinkgeld in der Schweiz – das gilt


In der Schweiz gilt: Trinkgeld ist freiwillig. Wenn du hingegen mit dem Service sehr zufrieden warst, ist Trinkgeld eine nette Geste. Ob du das Trinkgeld bar oder mit Karte gibst, bleibt dir überlassen – achte dich bei Kartenzahlung darauf, dass du das Trinkgeld richtig eingibst oder kommunizierst. Falls du kein Trinkgeld geben möchtest, musst du dich nicht unwohl fühlen, du bezahlst mit deinen Ausgaben indirekt bereits den Lohn der Angestellten.


Muss ich in der Schweiz Trinkgeld geben?

Nein. In der Schweiz bist du nicht verpflichtet, Trinkgeld zu geben. Du musst nur den Betrag auf der Rechnung bezahlen. Trinkgeld ist eine freiwillige Wertschätzung für guten Service.

Wie viel Trinkgeld ist in der Schweiz üblich?

Orientiere dich an diesen Beträgen:


  • Restaurant: 5–10 % der Rechnung

  • Taxi/Uber: 5–10 % des Fahrpreises

  • Lieferdienst: CHF 2–5 pro Lieferung

  • Coiffeur: 5–10 % des Preises

  • Hotel (Zimmerservice): CHF 2–5 pro Tag

  • Handwerker: CHF 5–10 pro Arbeitstag

Was tun, wenn ich kein Trinkgeld geben will?

Trinkgeld ist freiwillig – du kannst ohne schlechtes Gewissen darauf verzichten.


  • Barzahlung: Einfach den Rechnungsbetrag begleichen.

  • Kartenzahlung: Achte darauf, „Überspringen“, „0 %“ oder „Kein Trinkgeld“ auszuwählen, bevor du die Zahlung bestätigst.



 
 
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