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Dividendenstrategie: Der Traum vom passiven Einkommen

Aktualisiert: 3. Mai

Du träumst von einem passiven Zusatzeinkommen? Wir erläutern Dir, was die Vor- und Nachteile von dividendenstarken Aktien sind.

Beginnen wir mit den Grundlagen:

Sobald Du die Aktie eines Unternehmens kaufst, gehört Dir ein Anteil am Grundkapital eines Unternehmens. Die Aktie ist also ein Wertpapier, in welchem die Rechte und Pflichten des Aktionärs verbrieft sind. Sofern Gewinn ausgeschüttet wird, hast Du als Aktionär einen Anspruch auf einen Anteil dieses Gewinns, die sogenannte Dividende. Die Dividendenberechtigung ist neben dem Stimmrecht das wichtigste Recht des Aktionärs. Die Dividende wird gewöhnlich jährlich ausgeschüttet. Einen Anspruch auf die Dividende hast Du dann, wenn Du die Aktie mindestens einen Tag vor dem Ex-Tag (meistens der Tag nach der Hauptversammlung) erworben hast. Sobald die Dividende ausgerichtet wurde, verringert sich meist der Börsenkurs um etwa den Betrag der ausgerichteten Dividende, da sich der Wert des Unternehmens etwa um den ausgeschütteten Betrag verringert hat.


Es schütten jedoch nicht alle Unternehmen eine Dividende aus. Gewisse Unternehmen investieren stattdessen beispielsweise lieber in Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel, bestehende Produkte zu verbessern oder neue zu entwickeln.


Sofern Du nun also eine stetige Dividenenauszahlung anstrebst, musst Du Dich bei der Auswahl der Aktien oder ETF's auf die Dividendenrendite achten. Die Dividendenrendite stellt das prozentuale Verhältnis der Dividendenhöhe zum Aktienkurs dar und besagt wieviel Prozent des aktuellen Kurswerts an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Um die Dividendenrendite zu berechnen, musst Du den Dividendenbetrag durch den Aktienkurs teilen.



Was ist nun also eine Dividendenstrategie?

Als Dividendenstrategie wird eine Anlagestrategie bezeichnet, die gezielt auf Aktien mit vergleichsweise hohen Dividenden setzt. Anleger erhoffen sich demnach stabile Erträge, ähnlich wie bei einem Zinsertrag. Die Dividende ist jedoch nicht garantiert, bei schlechtem Geschäftsgang kann die Dividende durchaus gekürzt oder ganz gestrichen werden.

Aber Achtung: Verlasse Dich nicht blind auf die Höhe der Dividendenrendite!

Du solltest Dich jedoch nicht blind auf die Höhe der Dividendenrendite verlassen, sondern ausschliesslich auf besonders zuverlässige Dividendenzahler setzen.

In einigen Fällen kann eine zum Aktienkurs relativ hohe Ausschüttung auch Indiz dafür sein, dass sich ein Unternehmen auf dem absteigenden Ast befindet und mit einer hohen Dividende verhindert werden soll, dass Anleger aufgrund der immer mehr eingetrübten Geschäftsaussichten in grossem Stil Aktien abstossen. Unternehmen, deren Ausschüttungen in vielen Jahren nicht ausgeblieben oder gekürzt worden sind, stellen hingegen ihre aussergewöhnliche Ertragskraft und Krisenresistenz unter Beweis. Diese nennt man Dividenden-Aristokraten. Dafür muss die Dividende während der letzten 25 Jahren stetig erhöht worden sein. Da ein Zeitraum von 25 Jahren auch Krisen und Rezessionen umfasst, wird so ersichtlich, ob ein Unternehmen auch in schwierigeren Zeiten erfolgreich wirtschaften kann. Firmen, die sich eine Dividendenerhöhung unabhängig vom Konjunkturzyklus leisten können, haben erwiesenermassen ein äusserst solides Geschäftsmodell.


Falls Dir das selbständige Zusammenstellen eines Depots mit Dividendenaktien zu aufwändig ist, kannst Du selbstverständlich auch auf Dividenden-ETF zurückgreifen. Die Verwendung von ETF's erlaubt es Dir, zu geringen Gebühren (auf einen möglichst tiefen TER achten) breit diversifiziert in Dividendenaktien zu investieren.


Wann macht eine Dividendenstrategie Sinn?

Dividendenstrategien sind vor allem für Langfristanleger ideal, die auf ein passives Einkommen mit regelmässigen Gewinnausschüttungen setzen. Die Gesamtrendite einer Dividendenstrategie ist grundsätzlich weniger schwankungsanfällig als beispielsweise eine Wachstumsaktien-Strategie.


Der Fokus nur auf Aktien mit einer hohen Dividenenrendite führt jedoch dazu, dass das Depot unausgewogen und wenig diversifiziert ist. Zudem unterliegen erhaltene Dividenden der Einkommenssteuer, wohingegen private Kapitalgewinne in der Schweiz steuerfrei sind.

Steuern fallen zumindest bei gewöhnlichen Dividenden an, die aus den Gewinnreserven stammen. Verfügt ein Unternehmen aber über sogenannte Kapitaleinlagereserven (KER) und bestreitet die Ausschüttung aus diesem Topf, muss diese Dividende nicht versteuert werden.

Trotz der erwähnten steuerlichen Nachteilen kann eine Dividendenstrategie empfehlenswert sein. Das Verfolgen einer Dividendenstrategie kann sich vorteilhaft auf Deine grundsätzliche Einstellung gegenüber Anlagen auswirken. Die regelmässige Ausschüttung kann Dich in Deiner Motivation zur Geldanlage bestärken, weil Du anhand der Dividendenzahlungen direkt spüren kannst, wie Dein Geld für Dich arbeitet. Und je größer das Vertrauen in die Geldanlage, desto disziplinierter wirst Du Dein Geld sparen und anlegen. Das kann etwa auch im Börsencrash besonders wichtig sein, indem der regelmässige Dividenenfluss Dich möglicherweise davor bewahrt, panisch Aktien zu verkaufen. Denn wer trotz Kursrutsch monatliche Auszahlungen bekommt, bleibt entspannter. Die Höhe der Dividenden kann in Finanzkrisen natürlich leiden, ganz ausbleiben werden die Dividenden aber wohl nicht.

 

Möchtest Du nicht selbständig ein Depot zusammenstellen und bewirtschaften, aber sinnvollerweise trotzdem investieren? Dann bist Du womöglich an einem unserer Partnerangebote interessiert, wo Dir die Vermögensverwaltung abgenommen wird. Wir arbeiten nur mit Anbietern zusammen, die wir guten Gewissens weiterempfehlen können.

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